Bundesliga 12/13, 11. Spieltag, Samstagsspiele

Der Bundesliga-Samstag aufgrund der späten Europaleague-Einsätze von Hannover, Stuttgart und Gladbach mal wieder mit fünf 15:30-Spielen.

Bayern München 2 : 0 Eintracht Frankfurt

Ein „Arbeitssieg“ für die Bayern, der souveräner rüberkommt, als er war: Frankfurt war mit mächtig cojones angereist und legte wohl die mutigste Performance einer Gastmannschaft in München in der bisherigen Saison hin, für mich auch mit mehr Überzeugung als die erfolgreicheren Leverkusener. Die gute Raumaufteilung und viel Dampf vor allem über die Aussenverteidiger Jung und Oczipka hätten eigentlich zum Führungstreffer durch Aigner führen müssen, der nach einer schicken Flanke von links am zweiten Pfosten mal gepflegt ungedeckt am Fünfer zum Kopfball kam, diesen aber sehr deutlich vergab. So reichte es für die Bayern gegen die hoch stehende Eintracht, einen Konter durch Ribery zu vollenden, um weitestgehend Ruhe im Karton Allianz Arena zu schaffen. Und da sich auch bei engagierter Spielweise Chancen wie die erwähnte von Aigner in München nicht allzu häufig ergeben, war die Geschichte dann mit einem kleineren Schwächeanfall von Schweinsteiger und einem sicheren Elfmeter durch Alaba auch schon beendet.

Schalke 2 : 1 Werder Bremen

Von der Spannung, den Namen und auch der Action auf dem Platz das wohl unterhaltsamste Spiel des Nachmittags. Werder insgesamt von der Unruhe der letzten Tage um Klaus Allofs eher unbeeindruckt, Zweikampfstark und gallig. Folgerichtig auch mit der Führung durch Hunt, der diese Saison die Kapitänsbinde an- und sein Phlegma anscheinend abgelegt hat. Werders Überlegenheit in Hälfte eins jedoch stark begünstigt von Schalkern, die ideenlos und mit ungenauem Passspiel agierten. Diesen Makel konnte Huub Stevens offensichtlich in der Pause abstellen, und dieser Umstand sowie der neue Schwung vor allem durch den eingewechselten Draxler führten zum Ausgleich durch Neu-Nationalspieler Neustädter  und der von Draxler höchstpersönliche erzielten Führung. Danach war, wie man so schön sagt, „offenes Visier“ angesagt, mit wenig Kontrolle, aber viel Geschwindigkeit und Leidenschaft. Gebre Selassie hätte nach feinem Abschluss mit der Hacke in der Nachspielzeit noch den Ausgleichstreffer verdient gehabt, Holtby rettete aber auf der Linie.

FC Augsburg 1 : 3 Borussia Dortmund

Dortmund mit ganz wichtigen drei Punkten, um sich einerseits die ranrobbenden Mainzer vom Hals zu halten und andererseits Boden auf die Eintracht gut zu machen und an Schalke dranzubleiben. Die Borussia wirkte ähnlich wie Schalke in Halbzeit eins nicht gerade frisch, konnte sich aber auf die individuelle Klasse ihrer Offensive verlassen, sodass der FCA trotz guter Spielanlage wieder einmal für seine notorische Abschlussschwäche bestraft wurde und deshalb weiter zurecht am Tabellenende steht.
Unter dem Strich war der Freist0ss von Reus das Highlight eines Dortmunder Pflichtsiegs, der den Verdacht nahelegte, dass dem BVB der Auftritt in Madrid wenn schon nicht in den Knochen, dann zumindest noch in den Köpfen steckte; vor allem durch eine gesteigerte Effizienz in der Chancenverwertung scheint sich Schwarzgelb jedoch in der Bundesliga auch auswärts stabilisiert zu haben. Eine Entwicklung, die aufgrund der beeindruckenden Ergebnis-Konstanz von Bayern und Schalke auch bitter nötig war.

Freiburg 0 : 0 HSV; Düsseldorf 1 : 1 Hoffenheim

Beide Spiele kann man getrost gemeinsam abhandeln. Im Breisgau wie am Niederrhein ein mäßiges Niveau und zwei Heimteams, die die Überzahl auf dem Feld nicht zu einem dreifachen Punktgewinn verwerten konnten. Bemerkenswert auf Seiten des HSV der sich langsam zum Comedian entwickelnde Scharner, der sich vor dem Spiel medial schonmal als Abwehrchef in Stellung brachte und sich dann nach einer guten halben Stunde völlig übermotiviert gelb-rot abholte. Weiterhin gespannt bin ich auf ein eventuelles Nachspiel für ex-und-wieder-Nationaltorwart Adler, der kurz vor dem Ende ganz lässig einen Meter neben Schiri Perl stehend einen klassischen Jab im Gesicht von Caligiuri (?) unterbrachte. Sicher, kein K.O.-Schlag, aber für mich trotzdem eine klare Tätlichkeit.

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