Finale im Viertelfinale

Ende Februar steigt also das vorgezogene Finale des diesjährigen DFB-Pokals. Bayern gegen Dortmund heißt das Spiel, und, mit Verlaub, den Begriff kann man schon so stehen lassen. Denn auch wenn insbesondere Freiburg und und Mainz schwer in Form sind, ich bezweifele, dass sie einem der beiden Finalisten in einem K.O.-Spiel gefährlich werden können. So kann man ohne Arroganz gegenüber den anderen noch im Wettbewerb vertretenen Mannschaften davon ausgehen, dass der Gewinner dieses Spiels zumindest ins echte Finale einziehen wird.

 

Beim BVB gestern war das größte Manko die Chancenverwertung. Hört sich nach einem 5:1 etwas überhöht an, doch tatsächlich war Hannover sowas von überfordert bzw. Dortmunds Pressing und das Spiel in die Spitze so erfolgreich, dass der 3:0-Halbzeitstand eigentlich bereits nach 10 Minuten hätte feststehen müssen. Mario Götze ist momentan kaum zu stoppen, Marco Reus zeigt nach, für meinen Geschmack, spielerisch durchwachsenen Wochen, stark ansteigende Form, und die Rückkehr von Käpt´n Kehl war, sorry Moritz Leitner, bitter nötig. Da ist eine ganz andere Stabilität im Zentrum, nicht nur defensiv, sondern auch offensiv: Eben die einfachen, aber effektiven Bälle, die für Leitner noch zu oft die untergeordnete Option gegenüber dem Dribbling oder dem versuchten Zauberpass darstellen.

Besonders nett war, was nach der Dortmunder Schwächephase , pardon, eher „Durchschnaufphase“, mitte der zweiten Hälfte passierte: Nicht, dass Jürgen Klopp an der Linie tobte und ob der nachlassenden Intensität und Konzentration den ein oder anderen ordentlich zusammenstauchte. Sondern die Reaktion der Mannschaft, die zeigte, dass Klopps Pushen, die Emotionen, das Fordern, nicht einfach als Aktionismus verpuffen, sondern seine Wirkung bei der Mannschaft entfalten, die nach dem 3:1 durch Diouf nochmal anzog und dann endgültig und überfällig den Sack zumachte.

Auch wenn es Kalle Rummenigge nicht mag: Das „Lex Dortmund“ (sic!) gilt nunmal nicht in Bayern, sodass Ribery im Viertelfinale fehlen wird, und das könnte ein entscheidender Faktor für die Chancen des BVB sein, denn der Franzose ist für mich einer der wenigen, die (insbesondere in aktueller Form) nie ganz in den Griff zu bekommen sind.

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