Archiv für den Monat September 2013

Realismus im Tatort „Gegen den Kopf“

Ja, ich bin schuldig, ich habe mir gestern mal wieder einen „Tatort“ angesehen. Er war sogar, sieht man mal von den Tatort-üblichen Schmalzigkeiten ab, relativ erträglich, so ein normaler Tatort eben.

Wenn ich dann allerdings heute bei der Sueddeutschen die „besten Tweets zum Tatort“ präsentiert bekomme, die mir sagen, dass dieser „erschreckend realistisch“ gewesen und der beste Tatort „seit langem“ sei, sehe ich mich gezwungen mal zu notieren, was für mich denn an diesem Tatort im besonderen und an vielen anderen im allgemeinen total „realistisch“ ist:

  • Datenschutz wird ins Lächerliche gezogen und nervt die Ermittler total.
  • Es gibt für die Behörden viel zu wenig Überwachungskameras an öffentlichen Plätzen.
  • Journalisten und Anwälte werden nur als lästige Hindernisse bei den Ermittlungen dargestellt (es sei denn, sie treiben es mit der Kommissarin (Hannover)).
  • Polizisten beschlagnahmen Handys und belustigen sich erstmal an intimen Fotos.
  • Gegen das Fehlverhalten von Beamten wird nicht ordentlich ermittelt, sondern mit Fehlverhalten (z.B. Nötigung zur Beantragung der Versetzung) reagiert.
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