Archiv für den Monat November 2013

Besinnliche Weihnacht mit 11 Freunde

Im Quiz der aktuellen Ausgabe der 11 Freunde wird als einer der Gewinne ein Adventskalender von Carlsberg ausgelobt, Zitat: „24 Türchen mit Carlsberg Füllung. Das Feierabendbier für den Dezember ist gesichert.“
Abgebildet ist eine 0,5 Liter Dose, Teilnahmeschluss ist der 16. Dezember. Ich gehe mal davon aus, dass die Gewinne dann frühestens am 17. versendet werden, um dann am Freitag, den 20. den durstigen Gewinnern in die Hände zu fallen. Damit Heiligabend unter keinem schlechten Stern steht und man das 24. Törchen auch brav pünktlich öffnen kann, müssen also von Freitag bis Dienstag 11,5 Liter Bier getrunken werden.

– Da versucht man doch sein Glück.

(Ich habe mir natürlich nicht die Mühen der Recherche aufgebürdet, herauszufinden, ob tatsächlich 0,5 Liter- oder doch 0,33 Lister-Dosen drin sind – sonst wäre dieser Beitrag ja gegenstandslos)

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Dortmund ist in der Krise…

…könnte man zumindest denken, wenn man den SPON-Artikel von Daniel Theweleit zur gestrigen Champions League-Niederlage des BVB gegen Arsenal liest. Da ist alles dabei: Nuri Sahin „sah schwer mitgenommen aus“, es war eine „graue Novembernacht“, und kurz darauf galoppierte der Schimmelreiter am Westfalenstadion vorbei…

Ok, man kann die Stimmung schon so beschreiben, mir ging es gestern nicht anders. Es war ein bitterer Spielausgang für den BVB – nur muss man in der Beschreibung des Spielverlaufs diesen nicht unbedingt dem Ergebnis und der daraus resultierenden Stimmung anpassen.

Sooo „wenig Spektakel“ war es meiner Meinung nach nicht, was im Westfalenstadion geboten wurde; im Gegenteil gab es in Hälfte eins vielleicht nicht spektakuläres, aber hochintensives beackern im Mittelfeld, und in weiten Teilen der zweiten Halbzeit konnte man ohne rot zu werden vom offenen Visier sprechen. Es darf auch bezweifelt werden, ob Arsenal tatsächlichdas Team war, „das ein adäquates Mittel gegen das gefürchtete Gegenpressing des BVB gefunden hatte“. Ich für meinen Teil habe viele eben durch Dortmunder Pressing/Gegenpressing provozierte Ballverluste von Arsenal gesehen, häufig auch in gefährlichen Zonen der eigenen Hälfte. Was Arsenal wirklich geschafft hat, ist daraus kaum wirklich gefährliche Situationen entstehen zu lassen. Das hatte mit verschiedenen Dingen zu tun, sei es mangelnde Präzision des BVB bei den finalen Pässen und beim Abschluss, oder häufig auch einfach überragendes Stellungsspiel und Zweikampfverhalten vor allem von Mertesacker. Ebendieses hat dann beim Gegentor gefehlt, eine Fehlerkette vom feinsten, und damit die bis dahin eher klägliche Offensivleistung von Arsenal belohnt.

Sei’s drum – gegen Arsenal kann man mal verlieren. Entscheidend ist, dass man gut und gerne hätte gewinnen können. Das macht die Niederlage zwar bitterer, zeigt aber, dass man auf dem richtigen Weg ist, und eben nicht in eine Krise schlittert, nur weil man unglücklich gegen den Tabellenführer der Premier League 0:1 verloren hat.

Der BVB wurde nach dem 2:1 in London und dem 6:1 gegen Stuttgart hochgejubelt, jetzt muss er wieder runter geschrieben werden – man tut gut daran, diese Mechanismen schulterzuckend zu ignorieren.

(Ein bisschen off topic, daher in Klammern: Ähnlich sehe ich das bei den Bayern, die jetzt in den letzten Spielen nicht unbedingt brilliert, aber immer gewonnen haben. Wo ist das verdammte Problem? Wer sich die Mühe gemacht hat, Barcelona in seinen Mega-Jahren (hier bitte keine Parallele bezüglich Guardiola ziehen) mal ab und zu gegen kleinere Gegner anzuschauen, wird festgestellt haben, dass auch Getafe oder Bilbao eher selten einfach weggeballert wurden. Wenn jetzt schon ein weitgehend souveräner 1:0-erfolg in der Champions League naserümpfend in der medialen Mottenkiste verschwindet, ist der Weg nicht weit zu, sagen wir mal, spätrömischer Dekadenz.“)

PS: Linksammlung zum Spiel bei Fokus Fussball.

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